THEATER

Logos3Künstlerische Planung und Zielsetzung

graphit*-theater-labor ist ein Team von Theatermenschen, die eine Plattform schaffen wollen für all diejenigen Theaterkünstler, die einen vitalen Wunsch nach Veränderung und Erneuerung verspüren.
Ziel ist es, die theatrale Arbeit als Laboratorium, nicht nur während der Proben, sondern auch und vor allen Dingen während der Aufführungspraxis durchzuführen und damit lebendig zu erhalten. Die Spieler experimentieren nach bestimmten Kriterien, das beinhaltet Trainings, Improvisationen, die Etüdenmethode u.a. Leben auf der Bühne bedeutet dabei möglichst nicht aus der Erinnerung und damit aus der Routine heraus zu agieren.
Leben auf der Bühne bedeutet eine wirkliche Aktion: physisch, psychisch und verbal. Der Schauspieler führt diese komplexe Aktion wie ein Autor. Er ist kein Interpret. Gelingt dieser subtile Vorgang, werden Spieler und Zuschauer intellektuell und  seelisch bewegt. In dieser Vorgehensweise erneuert sich das Theater – vor den Augen der Zuschauer.

Hierbei geht es nicht um einen speziellen Geschmack oder Stil, sondern um den professionellen Code einer Gruppe, die ihren Beruf, das Leben der Proben, und künstlerische Freiheit gepaart mit künstlerischer Disziplin, verteidigen möchten.

Stil, Temperatur, Form ergeben sich aus dem jeweiligen Inhalt des gewählten Materials, ob Drama, Roman, Novelle, philosophischer Dialog. Das Bild der Aufführung entsteht mit und aus der Arbeit der Schauspieler und der subtilen Führung der Regie.

graphit*-theater-labor ist als ein gemeinnütziger Verein organisiert, der seine eigenständige Forschungsarbeit für und im Schauspiel durchführt und daraus seine Theaterprojekte entwickelt. Gegründet wurde der Verein 2006 von Judith von Radetzky, Ruth Wyneken und Heidrun Kaletsch und bietet seitdem regelmäßig Fortbildungen oder Seminare für Profis und junge Schauspieler an und zeigt sodann seine Arbeiten in Form von öffentlichen Proben oder Aufführungen, wobei auch die Aufführung ein Laboratorium bleiben kann.

Für ein jeweiliges Projekt ergeben sich immer wieder neue Konstellationen mit einem festen Kern von Schauspielern, die kontinuierlich arbeiten.

* Der Diamant gilt als der wertvollste Edelstein. Doch was ist der Diamant ursprünglich? Graphit, schwarze Kohle, in hexagonaler Molekularstruktur angeordnet. Unter gewaltigem Druck und sehr hoher Temperatur verwandelt sich diese Kohle in einen kubisch angeordneten Diamanten. Das Material bleibt, die Struktur ändert sich…

Regie, Schauspielpädagogik, Coaching

Judith von Radetzky (Foto re.) studierte von 2004 bis 2008 Regie unter Anatolij Vassiliev in Lyon an der école nationale supérieure ENSATT. Seit 1983 arbeitet sie als Schauspielerin an zahlreichen Theatern (Basel, Konstanz, Zürich, Stuttgart usw.) sowie in vielen Film -und Fernsehproduktionen. Seit 2004 unterschiedliche Inszenierungen, u.a. Undine geht von Ingeborg Bachmann, Sommertheater Rosslau,2004; Platon/Phaidros-Magritte, eingeladen zum Festival in Avignon 2008; Louise Millerin von Friedrich Schiller am  Ballhaus Ost in Berlin Februar 2010; Dialoge zu Kunst. Goethe.Platon.Kleist, als öffentliche Probe in den Uferstudios, im Dezember 2010; Über das Marionettentheater in der Nikodemus Kirche und als Gastspiel in Hamburg im Mai 2011; Tür auf, Tür zu von Lausund in München am TamS Theater 2013; Maß für Maß von Shakespeare im Gemeinschaftshaus Gropiusstadt 2014; Die Oppelts haben ihr Haus verkauft in München am TamS Theater 2015. Les conjoints von Eric Assous am Team Theater, Premiere 9.9.2016

Heidrun Kaletsch studierte Medizin und Schauspiel in Göttingen, Lübeck, Berlin. Nach Engagements in Berlin und Dessau war sie von acht Jahre lang künstlerische Leiterin des Burg-Theatersommers zu Roßlau/Elbe. Sie absolvierte die Meisterklasse Schauspiel und Regie bei Jurij Alschitz und ist als Dramaturgin, Regisseurin und Pädagogin tätig. Festivalteilnahmen u.a. Benevento, Armunia, Maria Kiew, Cosmonauti Roma.

Schauspielensemble

TheresaNEUTheresa Sophie Albert absolvierte ihr Schauspielstudium am Konservatorium Wien. Parallel zum Studium spielte sie in einigen Kurzfilmen an der Filmakademie Wien mit. Nach Engagements am Theater an der Gumpendorferstraße und am Theater Drachengasse (beide in Wien) spielte sie zuletzt bei den Burgfestspielen in Mayen und in „Cabaret“. Im Februar 2010 spielte sie die Louise in Schillers Louise Millerin.

 Stephan Maria Fischer (Foto re.) studierte Malerei und Kunsterziehung an der Akademie der bildenden Künste in München. Mass für MassSchauspielausbildung im Studio Peter Rieckmann, München. Engagements an den Stadttheatern Landshut, Reutlingen, Lüneburg und Bautzen, bei freien Gruppen in München, Köln, Stuttgart, Sindelfingen und Hamburg sowie bei Film und Fernsehen. Mitbegründer und zeitweise Leiter des Deutsch-Russischen Theaters „EINFACHE BÜHNE“ in Hamburg. Fischer lebt und arbeitet seit 2003 in Berlin und war zuletzt beim Theater „Poetenpack“ in Potsdam tätig.

 Lars Jokubeit (Foto li.) war nach der Schauspielausbildung vor allem für Film und Fernsehen tätig. Seit 2006 arbeitete er im Klimax Ensemble nach den Theateransätzen von Jerzy Grotowski. Seit 2008 ist er Mitglied im Graphit Ensemble.

 

 André Scioblowski (Foto r.unten) studierte Schauspiel am Studiotheater Oldenburg sowie am Europäischen Theaterinstitut Berlin. Er absolvierte Weiterbildungen im Bereich Bewegungstheater, für Stimme bei Thomas Buts und war Mime am Studio Planipedes in Berlin. Engagements an der Volksbühne Berlin, in München, am Theater Tribüne Stuttgart, am Stadttheater Freiburg, am TA-Duisburg, in Italien, Polen und Russland sowie in diversen freien Produktionen in Berlin.  Zuletzt als „Donat“ in Müllers „Der Bau“ im Theater Krefeld.

anjaNEUquer

Anja Marlene Korpiun absolvierte die Ernst Busch Schule und stiess nach Engagements bei Ostermeier u.a. zu graphit theater labor dazu. Sie spielt Lady Milford und in Kleists Marionettentheater.

 

und viele mehr..


 

 

 

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Comments
One Response to “THEATER”
  1. teo vadersen sagt:

    Ihr lieben Graphitniks, ich wünsche Euch Allen die gemeinsame Kraft des sich immer tiefer erfahrenden und erkennenden Geistes, in dem ihr Euch gefunden habt und tätig seid. Habt Dank für die allein schon durch die Maschine sich vermittelnde Intensität, die mir beim Ansehn entgegenschlägt und ringt frohgemut weiter um künstlerische Formgebung des Lebens nach sich selbst durch Unsereins. Sehend Werden, ja! Habt Dank. Herzheisses teosalut aus der Niederlausitz

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